Shanghai 02.04.2005 - Unterwegs im Yangpu District & rund um den Gucheng Park

im Schatten des großen Maos

Shanghai typisch - Leben entlang der Jiangpu Lu

Die Jiangpu Lu endet im Fischmarkt direkt am Pu Fluss (Fischgestank vorstellen!)

Eines dieser Teehäuser wo Eiskaffee noch das ist was er ist - kalter Kaffee.

Gucheng Park

Als Kind kann man Goldfische füttern ...

... oder Goldfische angeln!?

... oder einfach nur Goldfische angucken.

Der Frühling, wie wunderbar, ist da! Wir haben zum ersten Mal wieder geschwitzt, Milcheis gegessen, einen Park besucht und alle 500 m eine Wasserflasche gekauft. Man könnte also auch von einem spontanen Wechsel vom tiefsten Winter in den Hochsommer sprechen. Was eine weitere neue Erfahrung war: wir haben inmitten des Zentrums einen Ort der Stille gefunden, das frühere Gebäude der Hunan-Geldverleiher, das man für 2 Yuan besichtigen kann. Wir waren die einzigen Besucher.

Shanghai 03.04.2005 - im Xuhui Park

Shanghai 05.04.2005 - Huadengs Geburtstag

Shanghai 07.04.2005 - Frühjahrsputz

Im Park werden die letzten braunen Blätter mittels Feuerwehrschlauch von den Bäumen gespült.

Shanghai 15.04.2005 - Moritz Geburtstag

der kleine Geburtstags-König

Warum soll ich das auspacken, wenn ich auch so schön drauf rumkauen kann??

Die Century-Avenue versinkt im Frühlings-Smog

im Century-Park

Century-Park

endlich mal im Gras spielen können

Wuzhen 21.04.2005 - Ausflug in eine alte Wasserstadt

Wir haben uns einen Tag frei genommen, um uns Wuzhen nicht mit drei Millionen anderen teilen zu müssen. Dafür werden wir mit Sonnenschein und einigermaßen blauem Himmel belohnt. Selbst die Autofahrt (wir haben uns der Einfachheit halber ein Taxi gemietet) ist entspannend, da Moritz fast die gesamte Zeit über schläft. Wuzhen oder bessergesagt das Zentrum von Wuzhen präsentiert sich - wie auch Suzhou - als Einkaufsmeile, von grünen Klebreisbällchen mit Bohnenfüllung über Chrysanthemen-Tee bis hin zu Suppenlöffeln aus Holz ist alles zu finden. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass das Erscheinungsbild der alten Stadt weitestgehend erhalten und modernen Verkehrsmitteln der Zugang verwehrt ist. Wenn es in Wuzhen keine Reisegruppen geben würde (davon sind auch an einem Donnerstag genügend auf Besuch), könnte man gar von einer beschaulichen und ruhigen Ortschaft sprechen. Wir sind abends totmüde, aber glücklich, der Metropole Shanghai wenigstens für einen Tag entkommen zu sein.

Eines stimmt melancholisch. Wir hatten uns unter anderem für die Variante Taxi entschieden, weil wir uns auf die Suche nach dem "Umland" machen wollten, dass wir bei Blicken aus dem Zugfenster nie finden konnten. Wir hatten diese verteufelt romantische (europäische?) Vorstellung, man könnte ja unterwegs in einem hübschen Dorf haltmachen und eine Nudelsuppe essen. Die Gegend um Shanghai aus dem Auto heraus betrachtet entspricht aber dem bereits vorgezeichneten Bild. Die Häuser mögen niedriger sein, ebenso gibt es einen höheren Anteil an Wasser- und Grünflächen, aber es gibt kein eines Fleckchen Erde, dass nicht intensivst menschlich genutzt wird. Ein Flusslauf ist so vermüllt und augenscheinlich abwasserbelastet, dass man das Wasser ohne zu überteiben als Drecksbrühe bezeichnen könnte. (Nebendran natürlich die landwirtschaftlichen Nutzflächen.) Ein Teich beherbergt so viele Enten, dass vom Wasser nichts zu sehen ist (auch in Shanghai kann man Beijing-Ente essen). Und die wirtschaftlich rasante Entwicklung zeigt sich in neu gebauten Straßen, Brücken und feschen Autos, die darauf herumfahren. Unser Kou Yu Lehrer sagt, China möchte vom Beispiel Deutschland lernen, wo das Land so attraktiv gemacht wird, dass die Menschen, die dort leben, eine Perspektive haben und nicht nur weg in die Stadt möchten. Von Orten wie Wuzhen abgesehen, die erkennen, dass ihre (o Wunder noch vorhandenen) alten Stadtzentren einen Wirtschaftsfaktor darstellen, scheint die hiesige Entwicklung aber weniger von einer "unser Dorf soll schöner werden" Bewegung geprägt zu sein als von einer Bewegung von Dörfern und Städtchen hin zu einer einzigen städtischen Agglomeration. Wo aber kommen in Zukunft nur die Lebensmittel her?

Blick aus der Pagode auf eine alte Stadtbühne, wo gerade für die Touristen eine klassische chinesische Oper aufgeführt wird

In der San-Bai-Jiu Schnapsbrennerei, hier wird Reisschnaps mit bis zu 55° hergestellt.

in einer ehemaligen Blaufärberei

Show-Bootsrennen

Kormoran Fischer

Shanghai 23.04.2005 - Familienbesuch II

Uschi und Rolf sind für zwei Wochen zu Besuch. Was Moritz in der Zeit alles gelernt hat: Wie man früh morgens vor sich hinbrabbelt, wie man den Mund spitzt und "Oh" ruft, Wie man in Büchern auf einzelne Sachen zeigt und sie mehrere Minuten lang anschaut, wie man Shanghainesisch spricht, indem man Sachen wegschmeißt, dann ganz unschuldig tut und mit "Ma" kommentiert, was in diesem Fall soviel heißt wie "weg ist es" (das hat er wohl nicht von Oma und Opa gelernt).

Was er noch besser kann als früher: Beim Herumrennen alle Dinge ignorieren, über die man stolpern könnte (er fällt aber zum Glück nicht mehr so oft dabei hin), beim Mittagessen soviel essen, dass man von Außenstehenden darauf angesprochen wird, mit Besen und Wischmopp die Wohnung putzen und einfach nur der Allerbeste sein.

Was er sicherlich als nächstes lernt: Wie man morgens wenigstens bis 6 Uhr schlafen kann. Oder wenigstens bis halb sechs?

Shanghai 25.04.2005 - Computer Reparieren

Frau Grimme ist wieder online. Nach zwei Tagen vergeblichen System-Reparatur-Versuchen von Tobi, einer Woche Aufenthalt in einer dubiosen Einrichtung mit Namen "Computerkrankenhaus" und zwei weiteren Tagen bei der offiziellen Samsung-Vertretung läuft der Rechner so gut wie schon lange nicht mehr. Ich empfehle allen Leidgenossen "ich habe zwar Brombeersaft reingekippt, aber der Rechner läuft doch wieder" eine manuelle Reinigung. Wenn es in Europa zu teuer ist (hier hat es mich sagenhafte 10 Euro gekostet), kann man das ja mit einer China-Reise verbinden....

Shanghai 30.04.2005 - Samstags Uni

Huadeng und Cyril

Sprachunterricht im Grünen


von vorne lesen