Shanghai, September 2006 Familienbesuch

Ein fleißiger Opa begleitet uns auf unserem Rückflug nach Shanghai und besichtigt mit der Riki eine Unzahl an Wohnungen. Außerdem testen wir die öffentliche Fähre, die uns für 5 Cent vom einen Ufer des Pu zum anderen befördert.

Auf der Fähre

Blick gen Osten

Shanghai, 1.10.2006 Geboren am chinesischen Nationalfeiertag

Fuenfeinhalb Wochen zu frueh, aber es liess sich einfach nicht verhindern. Den durch Wehenhemmer erreichten Aufschub konnten wir gerade noch nutzen, um 'dem Kind einen Namen zu geben' - Mia Josephine. Zu der Geburt laesst sich vieles erzaehlen, ich will es hier aber mit einem: bestimmt nie wieder! Zumindest bzw. vor allem nicht in China! bewenden lassen. 49 cm lang und 2.730 Gramm schwer jedenfalls war sie, was die Hebammen zum Kommentar "ach, sie haben sich verrechnet!" verleitete. Und trotz aller Huerden, die zu nehmen waren (z.B. die nationalen Ferien, die uns nur die Notbesetzung im Krankenhaus liessen, Massagemaschinen zur Anregung der Milchproduktion, Neugeborenengelbsucht), sind wir uebergluecklich, dankbar, entzueckt, bezaubert.

Stolzer Papa

Stolze Mama

Stolzer Bruder

Baobao Meimei

Baobao Meimei

Shanghai, 15.10.2006 Umzug

Wie bereits angekündigt (man hat ja auch sonst nichts zu tun) sind wir umgezogen. Wir haben tatsaechlich die geliebte French Concession verlassen, um uns ostseitig des Pus in einem Gebiet anzusiedeln, auf dem vor 15 Jahren noch Gemüse angebaut wurde. Warum? Weil der Verkehrslärm in letzter Zeit unertraeglich wurde (schoen, wenn nachts um vier der Buergersteig ausgetauscht wird, die Wirtschaft boomt schliesslich!), weil ich den Spielplatz nach zwei Jahren mehr als nur gut kenne und weil wir endlich ein wenig Platz haben wollten. Den haben wir jetzt, 200m² mit einem Wohnzimmerblick, der kaum besser sein könnte. Jeden Abend zeigt sich der Bund huebsch angeleuchtet, und den ganzen Tag koennen wir Schiffe beobachten. Jetzt gibt es auch keine Ausreden mehr, uns nicht zu besuchen, denn wir haben tatsaechlich ein Gaestezimmer. Mehr Bilder von der Wohnung bald, vorerst nur die Abendansicht...

Zimmer mit Aussicht

Shanghai, 26.10.2006 Entspannung

Einmal das Leben als Expat-Frau richtig genießen. Wir gehen mit Mia zur Massage und vor allem: zur Fußpflege. Nicht, dass ich das jede Woche machen würde, aber ab und an ist es eines der wundervollsten Dinge, die Shanghai zu bieten hat.

Dragonfly

Familienbild

Shanghai, 31.10.2006 Halloween

Ein aufregender Monat geht dem Ende entgegen. Uschi und Rolf fahren nach drei ereignisreichen Wochen zurück nach Kassel, der neue Alltag wird morgen mit dem noch unbekannten Kindergarten für Moritz beginnen. Mia schlägt sich recht tapfer und weint im Gegensatz zu ihrem großen Bruder in diesem Zeitabschnitt recht wenig. So langsam bekommt sie schon Pausbäckchen, unser Kleinchen.

Mia, vier Wochen, Maya,3 Tage

Kinderwagenparade

Shanghai, 10.11.2006 Fakemarkt

Zu den Dingen, die ich überhaupt nicht vermisse, gehört der Fakemarkt an der Xiangyang Lu. Das ewige "Lady! Bags, watch, DVD" "Mister, Sex film" (wieso eigentlich diese Unterscheidung?) mit der ständigen Beteuerung "cheapa for you" war zu Puxi Zeiten immer ein Ärgernis, ganz zu schweigen von den Waren, die wahlweise nach 14 Tagen auseinanderfielen (Beispiel Tasche), zerrissen (Beispiel Schuhe) oder sonst einfach eine Katastrophe waren (Beispiel Spielzeug). Aber meine Ansprüche sind wohl einfach zu hoch: "50 Yuan for a pair of Puma shoes, so cheap, and you still not satisfied" (ich hatte mich darüber beschwert, dass die Schuhe noch beim ersten Mal Tragen so beschädigt waren, dass von der Farbe an der Spitze rein gar nichts mehr übrig war). Qualität - wie so oft fragwürdig.

Abgerissen

Luka

Shanghai, 11.11.2006 St.Martin

Zwar etwas improvisiert, aber immerhin mit (Stecken)Pferd. St. Martin besucht Shanghai, und es gibt doch tatsächlich Weckmännchen. Und es geschehen noch Zeichen und Wunder: Ich bastele eine Laterne aus einer Käsepackung, und Tobi lötet mit Hilfe von Streichhölzern den Laternenstab.

Laterne, Laterne

Neues Lieblingsessen


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