Shanghai, 2.12.2006 Advent, Advent

Das Leben mit zwei Kindern gewinnt täglich an Normalität. Auch das Leben in Pudong. Das mag merkwürdig klingen, aber ich denke, der Unterschied zu einem Leben in Deutschland wird geringer. Denn der größte Teil des Tages wird eingenommen von Wäsche waschen, Wäsche wegräumen, Einkaufen, Essen kochen und aufessen, Tee kochen. Windeln und im Zweifel auch Kleidung wechseln, ein Baby durch die Wohnung tragen, mit einem Kleinkind auf den Spielplatz, Petterson und Findus im Fernsehen kucken. Und schlafen. Der einzige Unterschied ist wohl die Sprache, denn dank ganztägigem Kindergarten perfektioniert Moritz täglich sein chinesisch, und anstatt Ringelreihen spielen wir "Ba Luobo" (Zieh die Rübe). Zum Glück gibt es aber noch seinen speziellen Helden, den Sandmann (Ost), so dass er fleißig auf deutsch singt (Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht so weit), und auch Klassiker wie "A,B,C, Katze lief Schnee" oder zur Abwechslung "Twinkle twinkle little star" erfreuen sich seiner größten Beliebtheit. Wir sind entzückt und desöfteren denke ich mir, wenn er nur nicht so niedlich wäre, dann wäre er wohl besser erzogen. Geht es allen Eltern so?

Ins Auge pieken

Kinderzimmerchaos

Nikolauspuppe

Maya und Mia II

Badespass

Weihnachtsmütze

Fähre fahren

Wochenendessen Shanghai Style

Unser Sandplatz

Shanghai, 24.12.2006 Heilig Abend

In alter Tradition nutzen Tobi und ich den 23. Dezember, um uns schöne Sachen zu kaufen, die wir uns gegenseitig oder auch selbst schenken können. Wir sind immer noch überzeugt, dass dies der beste Weg ist, Stress aus dem Weg zu gehen und vor allem verhindert, völlig verkehrte Geschenke füreinander auszusuchen. Der Bummel durch unsere alte Heimat, die French Concession, und ein feines Mittagessen mit schlafendem Kind sind sowieso das Beste. Moritz Geschenk dagegen haben wir schon lange vorher besorgt: für unseren kleinen Küchenmeister gibt es eine Küche aus Holz, mit Gemüse und Obst, Geschirr und Besteck, Pfanne und Topf. Mia bekommt einen Teddy aus Socken. Und Tobi macht sich selbst und allen anderen eine Freude, in dem er das Weihnachtsessen bei Jessica und Peter kocht, Consomée mit Eierstich und Pilzen, gebackenen Ziegenkäse auf Möhrensalat an Sternfruchtmus, Maracujasorbet mit Bisquit, mit Maronen, Backpflaumen, Äpfeln und Beifuss gefüllte Gans mit gebratenen Klössen, Rotkohl und Fenchel für die Stillmütter. OK, bei der Gans hat er sich helfen lassen. Aber es ist so reichlich, dass es gleich für den 1. Feiertag mit reicht, wo wir es dann auch bis zum Nachtisch, einer Schokoladentorte erster Klasse, schaffen. Herrlich, in seiner Fülle erinnert das Mahl sehr an diverse Gelage in der Sonnenburger Strasse. Und zum Leidwesen der Kinder musizieren wir und ich bin ganz wehmütig vor lauter Familienfesttag.

Wie jedes Jahr...

Neue Küche

Neuer Teddy

Umgefallen!

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Das Web wird immer spannender und wenn wir schon keinen echten BLOG machen, dann wollen wir doch nicht so aussehen, als wuerden wir jeden Trend verschlafen. Also gibt es jetzt eine FRAPPR Map, damit wir endlich mal wissen, wer wo moritz-rocks-shanghai verfolgt ... mitmachen ist natuerlich freiwillig und funktioniert unter folgendem Link:

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