Thailand, Ko Phiphi, seit 09.02.2007 Urlaub














Ko Phiphi, 18.02.2007 Neujahr
Schon zum dritten Male in Folge sind wir zum chinesischen Fruehlingsfest aus Shanghai gefluechtet, um das mehrere Tage andauernde Geboellere und die ausgiebigen Feierlichkeiten nicht ertragen zu muessen. Und es war wohl wieder einmal die richtige Entscheidung. Ausgebrannt von der Arbeit bzw. Tobis Arbeit der letzten Monate bleibt nun die Hoffnung, dass das neue Jahr des Schweines ein wenig mehr Glueck, Ruhe und Entspannung bringt als das vergangene Hundejahr...
Moritz turnt draussen mit Tobi um unsere orangefarbene Haengematte herum, die zwischen den Baeumen direkt am Strand baumelt, Mia lutscht an Opas Schulter herum, unser kleines Resort koennte kaum heimeliger sein, Ko Phi Phi praesentiert klares, tuerkisblaues bis flaschengruenes Wasser, weissen Sand und wunderschoene Felsen. Es gibt abgesehen von Wassertaxis nicht mal motorisierten Verkehr. Da lassen sich selbst die heute angereisten chinesischen Neujahrs-Urlauber in Hawaiihemden und Ganzkoerperschwimmanzuegen mit Sonnenschirmen aushalten. Moritz hat seine anfaengliche Panik vor dem Meer ("Da Fische drin!") ueberwunden, ich habe den ersten Sonnenbrand auskuriert, und wir alle froenen unseren bevorzugten Leidenschaften: Tobi geht tauchen, Rolf geht mit Moritz planschen, Moritz isst Schokoladeneis, Uschi und ich gehen zur Massage am Strand und Mia becirct uns, indem sie ein zauberhaftes Singsang an Lauten von sich gibt, die schoener und herzerwaermender kaum sein koennten.



Ko Phiphi, 20.02.2007 Sprache
Mia liegt auf dem Bett, ich liege daneben, Moritz huepft um Mia herum. "Die da freundlich!" lacht er. Ploetzlich haelt er inne, schaut zu Uschi, die neben dem Bett steht. "Oma..." setzt er an. Etwas von Bedeutung liegt ihm auf dem Herzen, das ist deutlich erkennbar. "Die da hat Ohren!" schreit er begeistert heraus. Und ich bin wieder mal entzueckt, was fuer einen grossen Unterschied es macht, ob ein Kind sich sprachlich ausdruecken kann - oder eben nicht.



Bangkok, 24.02.2007 Großstadt?
Wahrscheinlich ist es so, dass einen nach Shanghai nichts mehr schocken kann. Oder nur wenig. Und so hinterläßt Bangkok den Eindruck eines gemütlichen, kleinen Städtchens mit blauem Himmel und Tuk-Tuks (Taxi-Motorräder würde man sie wohl korrekt bezeichnen). Außerdem treffen wir hier, das kommt in Shanghai nur selten so geballt vor, gleich zwei Freunde wieder: Pattama, mit der Tobi vor Ort gedreht hat und Bodo, mittlerweile mit Wohnsitz in Cambodia. Die Welt wird kleiner, könnte man denken. Aber das ist wohl Schönrederei, denn tatsächlich verhält es sich wohl eher so, dass die Gelegenheiten, sich zu sehen, seltene Momente des Glücks in einem Alltag fernab der alten Heimat darstellen. Die Distanz wächst also, und somit vergrößert sich wohl auch die Welt?









