Los geht`s!

Shanghai, 13.7.2007 Freitag der 13.

Drei Jahre in Shanghai und keinen Deut schlauer. Mir ist mein Portemonaie gestohlen worden, und ich habe es nicht mal gemerkt. Das ist die Strafe dafür, dass ich immer nicht verstanden habe, wie sowas anderen Leuten nur passieren kann. Jedenfalls hat alles positive Denken nichts genutzt, schwarz geärgert habe ich mich den ganzen Tag schon und damit es endlich mal besser wird, schreibe ich einen kleinen Eintrag. Zum Abreagieren sozusagen.

Viel ist passiert die letzten Wochen bzw. es muss einfach viel passiert sein, so wenig Zeit war zum Schlafen übrig. Mia hat sich sehr verändert, plötzlich pest sie hast-du-sie-nicht-gesehen durch die Wohnung und zerrt sich an allem hoch, was sie mit den Händen irgendwie erreichen kann. Moritz hat sich an ein Leben ohne Windel gewöhnt, doch schneller als erwartet. Und was Tobi und mich angeht, wir arbeiten eben, jeder auf seine Weise, alle beide von früh bis spät. Der Unterschied besteht darin, dass ich mir eine lange Deutschland Pause gönnen kann. Und Tobi nicht.

Kassel, 16.7.-26.7.2007 Heimkehr

Während es sich für Moritz wirklich um eine Heimkehr handelt, ist es für Mia wohl eher das erste bewußte Erleben einer völlig anderen Welt. Unser bisher recht friedliches und unproblematisches Kind will weder gut essen noch gut schlafen, und so komme ich zu wenig anderem, als mit Mia dies zu tun und mit Mia jenes zu tun. Moritz dagegen freut sich an so vielem: das lange nicht gebrauchte Spielzeug, den eigenen Garten, die Rhönwurst, den Karamelpudding mit Sahne und natürlich an Kassels Straßenbahn. Das seit unserem letzten Besuch fast ein Jahr vergangen ist, scheint ihm wenig auszumachen, Oma und Opa sind ihm bestens vertraut und so zieht er jeden Tag aufs Neue los, die Gegend zu erkunden.

Im Garten

Documenta XII

Ausflug

Spielplatz

Laufrad

Mmmhhh!

Straßenkreide

Aachen, 26.7.-7.8.2007 Traufe

Auch der diesjährige Besuch in Aachen ist wieder stark von Utas Hochzeit geprägt, in diesem Jahr der kirchlichen. Dieses Mal sind wir nur ein bißchen schlauer und reisen einen Tag eher an als im vergangenen Jahr. Die Sonne scheint entgegen aller Vermutungen, die Kleidung paßt, die Kinder sind unglaublich brav (bzw. schlafen während der Feierlichkeiten einfach ein), trotzdem überfällt mich am Abend, mein einziger "alleine" verbrachter, ein Hauch Wehmut: zum einen fehlt natürlich der Tobi, außerdem kann ich mich nicht so ganz über das ausgelassen Feiern freuen, denn es setzt sich in meinem Kopf das Gefühl fest, dass ich eigentlich doch viel zu müde bin, und diese Gedanken bleiben auch hartnäckig hängen. Trotzdem, eine schöne Party, außerdem noch die Gelegenheit, einmal mit Moyce, meiner alten Tante zu tanzen, und das sogar in den Gemächern meiner Kindheit, dem Schloß Schönau.

Ben und Mia

Kassel, 7.8.-13.8.2007 Auszeit

Der Papa ist da! Und alle, alle freuen sich. Nur schade, dass die Zeit miteinander doch sehr stark auf vier Tage begrenzt ist, ausgerechnet in einem Documenta-Jahr.

Alle zusammen

Offenbach, 13.8.-19.8.2007 Kinder, Küche, Chaos

Jetzt wissen wir also, wie das Leben einer Mutter mit drei kleinen Kindern aussieht: anstrengend. Dabei sind wir ja sogar zu zweit, können also wenigstens in Ruhe auf Toilette gehen und uns darüber unterhalten, was wir denn zusammen machen wollen. So schaffen wir es immerhin in den Frankfurter Palmengarten und zum Goetheturm, und jeden Tag gibt es feines essen, fast immer selbst gekocht. Mia und Ben haben ausgiebig Zeit, sich kennen- (und lieben?!) zu lernen, und Moritz hat ausgiebig Zeit, sich über die Flugzeuge am Himmel und Eisenbahnen auf der Schiene zu freuen. Im örtlichen Toys'ur'us erstehen wir sogar eine Toby Eisenbahn. Was Offenbach alles zu bieten hat, hätten wir gar nicht gedacht!

Gleichalt

Palmengarten

Wasserspielplatz

Eisenbahn-Fahren

Goetheturm

Frankfurt


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