Sheshan, 03.11.2007 Kurzurlaub

Nach ungefähr zehn Arbeitswochenenden nimmt Tobi sich ein ganzes Wochenende frei und wir fahren nach Sheshan um ein wenig auszuspannen. Es ist kalt geworden, aber die Sonne scheint und es könnte kaum herrlicher sein. Wir testen etwas Neues und besuchen den Moon River Park. Anscheinend ein beliebtes Ausflugsziel. Am frühen Morgen gibt es schon Heerscharen von Chinesen, ganze Schulen und Kindergärten bevölkern die Spielplätze (hier wird nur gruppenweise Eintritt gewährt, da sonst nicht genügend Platz ist) und wir sind reichlich schnell genervt. Wir flüchten uns in ein schnickes kleines Café mit Blick über den See und wundern uns, dass wir hier die einzigen sind. Des Rätsels Lösung: Der Kaffee schmeckt mäßig und kostet mit 6 Euro pro Tasse ein halbes Vermögen. Mal wieder wird deutlich, dass das moderne China sehr wohl weiß, womit Geld zu machen ist!

Moon River Park

Shanghai, 20.11.2007 Trullakind

Mia ist groß geworden. Zum einen sind die Haare gewachsen und benötigen täglich ein Haargummi oder eine Spange, damit sie nicht mehr ins Gesicht fallen (schneiden wage ich nicht, dafür sind es einfach zu wenig!). Zum zweiten ist aus dem zarten Püppchen, das sich zu Anfang kaum bemerkbar machte, ein ganz schön fetter Brummer geworden, der durchaus zum Ausdruck bringen kann, was er will - und was nicht. Während Moritz also gerade gelernt hat, dass hauen und schubsen nicht gut ist, fängt Mia an, zu hauen und zu beißen, wenn ihr etwas nicht paßt. Wir haben Spaß!

Pinselchen

Die gute alte French Concession

Beijing, 27.11.2007 Auszeit

Sonjas Wunsch war es, dass ich sie noch in diesem Jahr besuchen komme. Und damit es auch klappt, hat Tobi ein Freimeilen-Ticket gesponsert. Ohne Kinder. First Class. Natürlich kann man an einem einzigen Tag nicht die ganze Stadt kennenlernen. Aber mit einer guten Freundin Zeit zu verbringen ist sowieso wichtiger und wertvoller. Wenn wir also nach vielen Jahren in China eines Tages zurückkehren und mich jemand fragt, ob ich denn auch Peking besucht habe, kann ich meinen kleinen Finger abspreizen und höchst entzückt antworten: Na, da bin ich nur mal eben hingeflogen, um mir die Nägel machen zu lassen!

Opi Nagellack

Telefonzellen

Wintermorgen

Shanghai, 16.12.2007 Die schrecklichsten Berufe der Welt

Eine schöne Geschichte aus Chinas Alltag. Die Fensterputzer kamen eines Tages zu Besuch, wie die Heinzelmännchen hatten sie eine Zeit ausgewählt, in der niemand zu Hause war. Die Hausfrau kehrte zurück und erkannte die Bescherung: Die Fenster zwar geputzt, aber dreckiger als vorher, alles voller Schlieren und Striemen. Ein Anruf beim Management. Und ein erneuter Besuch, diesmal war die Ayi anwesend. Die Hausfrau ist begeistert vom Ergebnis: alles blitzeblank! Nach einem Moment des Glücks aber folgt Verwirrung. Hatten die Fensterputzer extra für sie ein Seil vom Haus gespannt und nachgewischt? Nein, erzählt die Ayi. Da stand ein Mann vor der Tür, und der ist dann kurzerhand aus dem Fenster gestiegen, hat sich auf den Sims gestellt und von dort aus gearbeitet. Ohne Seil. In der 22. Etage.

Ich habe auf den Anruf wegen schlecht geputzter Fenster schlicht und einfach verzichtet, denn einen Mann vor meinem Wohnzimmerfenster in der 24. Etage von einem dünnen Hanfseil baumeln zu sehen war für mich definitiv Schock genug.

Am Hanfseil

Shanghai, 18.12.2007 Weihnachtsbesuch

Moritz, Paul und der Transrapid

Spielhaus

Lebkuchenhaus bauen

Uferpromenade

Shanghai, 26.12.2007 Weihnachtswünsche

In Ermangelung von Zeit und Nerven hat es wieder nicht mit einer Weihnachtskarte geklappt. Nichts desto trotz hoffen wir natürlich, dass all unseren Lieben auf der Welt ein schönes Weihnachtsfest verbracht haben, tolle Tage voller Leckereien und ohne schlechtes Gewissen. Und für 2008 lautet unser Wunsch: dass wir uns alle wiedersehen!

Meine Printenfrau und ich

Shanghai, 30.12.2007 Vier Konzessionen

Da muss man ja erst Besuch bekommen, damit man endlich wieder auf die Idee kommt, eine bislang weniger bekannte Gegend genauer unter die Lupe zu nehmen. Aber immerhin, noch im alten Jahr haben wir es geschafft, dem eisigen Wind zu trotzen und ziemlich die gesamte Sichuan Road entlang zu bummeln. Shanghai ist zu sehr Alltag für uns geworden, als dass wir diese Stadt noch als irgendwie außergewöhnlich (oder gar faszinierend!) wahrnehmen würden. Erst beim Anschauen der Bilder anderer Leute erinnert man sich wieder des Reizes der ersten Zeit, des Staunens und der Widersprüchlichkeiten!

Stadtspaziergang

Hochstraße, kurz vorm Bund

Pudong von Ferne, fast schon schön

Silvester Sushi


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